Persönlich bei cc erlebt. Eine Studentin berichtet über Fresh X 2017

Ist cc denn auch für Studierende schon was?
Esther Hanussek berichtet, wie sie dank cc der Zukunft als Pfarrerin entspannt entgegensieht und was es mit ihrem Engagement für Fresh X 2017 auf sich hat. 

Esther Hanussek ist Theologiestudentin in Tübingen und steht kurz vor dem Examen.
Esther ist schon eine ganze Weile bei cc dabei und ist überzeugt: “Auch für Studierende ist cc absolut zu empfehlen, wartet nicht, bis ihr so richtig in der Gemeinde einsteigt.” Mentoring-Beziehungen, Gemeindepraktika bei cc-lern, Engagement bei spannenden Projekten: Das alles bereichert Studierende sehr.
Esther konnte bei cc ihr Interesse an Fresh X vertiefen und sich engagieren. Schließlich wurde sie angefragt, in der Spurgruppe Fresh X 2017 mitzuarbeiten. Was das ist und wie Esther cc erlebt, das erzählt sie euch selbst.
 

Wie kamst du mit cc in Kontakt?

Mein Freund, der auch Theologie studiert, hat mich am Anfang meines Studiums zu meiner ersten regioconvention in Württemberg mitgenommen. Ich hatte zu der Zeit etwas Angst, wie eine Frau im Pfarramt gesehen wird: Wird sie als Autorität anerkannt? Über cc dachte ich außerdem, das wäre nur etwas für ältere Studenten oder Vikare, aber ich habe mich gleich wohl gefühlt. Es war echt ein schöner Tag dort mit einer guten Mischung aus ungezwungenen Gesprächen, inspirierenden Seminaren und Gemeinschaftsaktionen.
 

Was für eine Bedeutung hatte cc für dich in deinem Studium?

Durch cc habe ich Pfarrerinnen kennen gelernt. Ich habe ja von meiner “Angst als Frau” erzählt. Die Begegnungen mit den Pfarrerinnen haben mir meine Bedenken genommen und ich sehe meiner Zukunft als Vikarin/Pfarrerin nun viel entspannter entgegen.
Ich kann cc auch jüngeren Studenten sehr empfehlen. Man lernt dort tolle Menschen kennen, die sich leidenschaftlich für das gleiche Ziel einsetzen. Davon konnte ich gerade als junge Studentin profitieren und lernen. Für mich ist cc ein Netzwerk aus Kommilitonen, Vikaren und Pfarrern, die für mich Vorbild, Begleiter und gute Freunde sind. Das Schöne an diesem Netzwerk ist die innere theologische Verbundenheit, die ein unsichtbares Band zwischen den Menschen schafft. Auch, wenn man sich manchmal nicht oft sieht, spürt man dieses Band bei der Begegnung.
 

Welche Rolle spielt cc denn jetzt gerade in deiner Situation, im Examen und beim Übergang Richtung Vikariat?

In dieser Zeit hilft es mir schon andere Vikare und Pfarrer durch cc zu kennen. Sie haben für mich einen Vorbild-Charakter. Wenn ich Fragen habe, unsicher bin oder wenn ich Gebet brauche, weiß ich: An die kann ich mich wenden.
 

Du wurdest angefragt für die Spurgruppe Fresh X 2017. Was ist das? Um was gehts dabei?

In der Spurgruppe versuchen wir, die nationale Ebene des Fresh X – Netzwerkes zu überdenken und neu zu strukturieren. Wir gehen also die Fragen an, wie die Finanzierung weitergehen und eine eigene Fresh X – Organisation aussehen könnte. Das ist sehr spannend, da es kein Schema F dafür gibt, sondern sich die Strukturen des Netzwerkes ganz neu zusammensetzen müssen. Wir wollen bis 2017 Fresh X finanziell und strukturell auf eigene Beine stellen. Außer mir sind da noch Vertreter der verschiedenen Netzwerkpartner von Fresh X aus ganz Deutschland dabei.
 

Wie kommt man als Studentin zu solch einem nationalen Gremium dazu?

Der Leiter der Spurgruppe hatte bei cc angefragt, ob sie denn einen Studenten kennen würden, der geeignet wäre bei den Treffen der Spurgruppe dabei zu sein und ein paar Aufgaben zu übernehmen. Und ich wurde vorgeschlagen.
Ich habe immer schon die Vision von einer Kirche gehabt, die zu den Menschen hingeht und relevant in der Gesellschaft ist. cc hat mich näher an das Thema Fresh X gebracht, das auch mit meinem Bild von Kirche gut zusammen passt. Da ich bei dem Fresh X – Kurs in Tübingen mitgearbeitet hatte, hatte ich mich schon ein bisschen mit dem Thema Fresh X befasst.
 

Was sind in der Spurgruppe deine Aufgaben?

Ich übernehme ein paar kommunikative Aufgaben, z.B. habe ich den Ort gebucht, wo die Treffen statt finden und schreibe Protokoll.
 

Wenn du nicht gerade fürs Examen lernst oder dich bei Fresh X engagierst – was machst du denn dann am liebsten in deiner Freizeit?

Ich bin ein Serien/Filmjunkie, gehe gern Shoppen und auf Konzerte und mache selber gerne Musik.
 

Welches Zitat rund um Kirche magst du besonders?

„Die Ortsgemeinde ist die Hoffnung der Welt“ Das hat Bill Hybels gesagt. Bill Hybels war der Grund, warum ich Pfarrerin werden wollte. Seine Predigten und Gottesdienste, die ich im Fernsehen gesehen hatte, haben in mir den Wunsch geweckt das Wort Gottes lebensnah und alltagstauglich auszulegen. 
Ich habe 2013 am Leadership Summit von Willow Creek in Chicago teilgenommen. Bei dieser Reise traf ich einen Mann, der seit der Gründung von der Willow Creek Gemeinde Mitglied ist.
Die Gemeinde hatte damals ein Beratungsangebot für frisch geschiedene Menschen, an dem er teilnahm. Nun war er selber in der Beratung tätig. Er hat immer wieder die dienende Haltung betont, die ihm sehr wichtig ist. Er könnte sich eine Zugehörigkeit zur Gemeinde gar nicht anders vorstellen als zu dienen. Er und seine Familie begleiten Willow sogar nach Deutschland, um dort bei den Kongressen mitzuhelfen und als Ordner zu dienen. Dieser Einsatz hat mich sehr beeindruckt und inspiriert, mich auch mehr um so eine Haltung zu bemühen. 
 

Es gibt ein Buch, das hast du mindestens 3 Mal gelesen. Welches Buch ist das?

„Gemeinsames Leben“ von Dietrich Bonhoeffer.
Das Buch hat mich mein ganzes Studium hindurch begleitet und ich kann es allen Studierenden (und auch allen anderen) wärmstens empfehlen. Ja, ich habe es mindestens dreimal gelesen, in einer Lesegruppe, in einem Intensivseminar und für mich alleine. Es ist sehr dünn und einfach geschrieben und auch für Nichttheologen geeignet.
Jedes Mal, als ich es gelesen hatte, habe ich neue Sachen entdeckt und war wieder neu fasziniert. Bonhoeffer durchschaut die Gemeinschaft ganz gut und spricht auch unbequeme Wahrheiten aus. Ich stelle mir Kirche als ein „gemeinsames Leben“ vor.
 

Wir bei cc wollen lebenslang lernen und das auch im Bereich unserer Persönlichkeit. Viele haben die Erfahrung gemacht, dass es gerade im Studium wichtig ist, sich mit seiner eigenen Persönlichkeit auseinanderzusetzen. Hast du dafür auch einen Lesetipp?

Für Leute, die sich mit ihrer Persönlichkeit beschäftigen wollen, empfehle ich „Geistliches Leiten“ von Peter Böhlemann/Michael Herbst. Es wird in drei Leitungstypen eingeteilt: Pastoral-begleitend, prophetisch-deutend und spirituell-führend (wobei jeder einen Mischtyp darstellt). Im Buch gibt es auch einen Persönlichkeitstest, in dem man seinen Typ herausfinden kann.
 

Vielen Dank, Esther, für deinen persönlichen Einblick.

Wer noch mehr Fragen hat, darf sich gerne bei Esther melden.
 

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